Demografische Herausforderungen

Demografische Herausforderungen

Was für Menschen ohne Handikap alltäglich ist, wo man gar nicht mehr darüber nachdenkt, das kann für alte Menschen und für Menschen mit Behinderungen schon eine große Hürde sein. Menschen mit Einschränkungen begegnen uns im Alltag – im Kaufhaus, in der Bahn, beim Arzt, beim Friseur, im Lokal, kurz: In allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens. Das ist normal, denn die Bedürfnisse von alten Menschen und Menschen mit Behinderung sind die gleichen, wie bei den sogenannten normalen Menschen. Sie nutzen Dienstleistungen und zahlen dafür. Dennoch trifft man häufig auf Schwierigkeiten, wenn sie als Kunden in Erscheinung treten. Ein entscheidendes Kriterium für den richtigen Umgang mit Menschen mit besonderen Herausforderungen ist das Personal.

Es gibt noch viel zu viele Hemmschwellen und Unsicherheiten auf der Seite der Servicekräfte und Dienstleister, die eine Kontaktaufnahme erschweren. Hier ist ein dringender Handlungsbedarf angesagt, junge Menschen im Dienstleistungsgewerbe zu befähigen, respektvoll mit dem Kunden mit besonderen Ansprüchen umzugehen. Außerdem muss das Serviceangebot von Handel und Dienstleistern erweitert und auf die Bedingungen des demografischen Wandels angepasst werden, denn der Kunde mit besonderen Ansprüchen ist vorwiegend ein „Vor-Ort- Kunde“ und kein „Online-Kunde“.

Wie sagte Sir Peter Ustinov so treffend: „Alt ist ein Mensch nicht, wenn es an seinem Körper zu zwicken beginnt, nicht, wenn das Treppensteigen schwer fällt, nicht, wenn die Augen nicht mehr so recht wollen, nicht, wenn sein Haar ergraut. Alt ist ein Mensch, wenn er aufhört zu staunen oder es überhaupt nicht gelernt hat, wenn also seine Phantasie ergraut.“

Zu allen Zeiten haben sich Menschen mit dem Thema Alter, den altersbedingten Einschränkungen und dem Umgang mit alten Menschen beschäftigt.

Ein schönes Beispiel ist das überlieferte Märchen der Gebrüder Grimm: Der alte Großvater und der Enkel:
Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floss ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen musste sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt. Da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm nass. Einmal konnten seine zitterigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt; er aber sagte nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus musste er nun essen. Wie sie da so sitzen, da trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. „ Was machst du da?“ fragte der Vater. „Ich mache ein Tröglein“, antwortete das Kind, „daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.“ Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen endlich an zu weinen, holten dann den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen. Und sie sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete.

Beim Lesen denkt man sofort an Begriffe, wie: die Würde des Menschen, Selbstbestimmung, Inklusion, Gleichberechtigung und Teilhabe. ( aber auch an Angst vor dem alt sein)

Natürlich ist das Älterwerden gekennzeichnet durch den allmählichen Abbauprozess mit körperli-chen und seelischen Veränderungen, was auch als durchaus normal und nicht änderbar anzusehen ist, aber Dank einer guten medizinischen Versorgung sind die Menschen bei uns in Deutschland heutzutage zumeist als Senioren noch lange nicht alt im Sinne von körperlich oder geistig gebrechlich. Sie fühlen sich selbst längst noch nicht zum „alten Eisen“ zählend und haben daher auch nach wie vor Ansprüche und Erwartungen an ihr Leben, zumal sie, im Gegensatz zu früher, über viel Freizeit verfügen.

Mit dem Projekt wollen wir die Sensibilität dafür wecken, zu erkennen, wo Hindernisse bestehen können und wie sie beseitigt oder umgangen werden könnten. Mit den zu erstellenden Lehrmitteln (Videofilme und Schulungsmaterial) sollen konkrete Hinweise gegeben werden, wie mit dem Kunden mit besonderen Ansprüchen umzugehen ist, wie die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigt werden können und wie die Kundenbeziehung zum gegenseitigen Nutzen optimiert werden kann.

Wir wollen dem Einzelhandel und allen Servicedienstleistern Handlungsoptionen näherbringen, um die Dienstleister über die Zielgruppe „ältere und behinderte Menschen“ zu informieren und sie bei der Einstellung auf diese Zielgruppe und den demografischen Wandel zu unterstützen.

Weiterhin soll erreicht werden, dass geeignete Menschen mit geistiger Behinderung Hilfsangebote im Service mit ihren Potenzen von Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit unterstützen und so eine Chance bekommen, in einzelnen Dienstleistungsbereichen als Hilfskraft tätig zu werden. In den Vorgesprächen mit dem Wirtschaftsbeirat im Eichsfeld hat sich gezeigt, dass in allen Bereichen von Handel, Gewerbe und Dienstleistung ein Umdenken und eine Neuorientierung vonnöten ist, die dem demografischen Wandel Rechnung trägt und mehr Service und individuelle Unterstützung beinhalten muss.

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